vZEV
Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) ermöglicht es mehreren Stromverbrauchern, gemeinsam lokal produzierte Energie – typischerweise aus Photovoltaikanlagen – zu nutzen, auch wenn sie nicht physisch hinter demselben Hausanschluss verbunden sind.
Im Gegensatz zum klassischen ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), bei dem alle Teilnehmenden innerhalb eines Gebäudes oder Areals angeschlossen sind, erfolgt der Zusammenschluss beim vZEV virtuell über das bestehende Verteilnetz.
Wie funktioniert ein vZEV?
Bei einem vZEV wird die lokal produzierte Energie (Solarstrom) innerhalb eines definierten Netzgebiets auf mehrere Teilnehmende verteilt. Die Abrechnung erfolgt auf Basis von Messdaten, die den tatsächlichen Verbrauch und die anteilige Nutzung der Produktion berücksichtigen.
Der Verteilnetzbetreiber stellt dabei sicher, dass:
- die Energieflüsse korrekt gemessen werden
- die Netznutzung transparent ausgewiesen wird
- die Abrechnung nachvollziehbar erfolgt
Vorteile eines vZEV
Ein virtueller Zusammenschluss bietet verschiedene Vorteile:
- Bessere Nutzung von lokal erzeugtem Strom
Mehr Personen können von erneuerbarer Energie profitieren. - Höhere Wirtschaftlichkeit
Eigenverbrauch ist in der Regel günstiger als Netzbezug. - Flexibilität
Teilnehmende müssen nicht im selben Gebäude sein. - Förderung der Energiewende
Lokale Produktion und Nutzung entlasten das Stromnetz.
Voraussetzungen
Für die Teilnahme an einem vZEV müssen bestimmte technische und regulatorische Bedingungen erfüllt sein, insbesondere:
- geeignete Messinfrastruktur (Smart Metering)
- vertragliche Regelung zwischen den Teilnehmenden
- Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
Haben Sie Fragen zum Thema Eigenverbrauch? Unsere Fachperson steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Thomas Härri
Bereichsleiter Energieversorgung
+41 62 855 88 82
thomas.haerri@tbgraenichen.ch