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Notfall

Hohe Trinkwasserqualität in Gränichen

Trinkwasser ist kostbares Gut. Als Trinkwasserversorger sind wir dazu verpflichtet, die Qualität des gelieferten Trinkwassers zu überwachen. In Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Verbraucherschutz (AVS) prüfen wir periodisch die Qualität unseres Trinkwassers.

Trinkwasser

Zusammenfassung

Das von der TB Gränichen Wasser AG an die Kundinnen und Kunden gelieferte Trinkwasser kann bedenkenlos und ohne Einschränkungen konsumiert werden. Es stellt keinerlei Gefahr dar, weder für Mensch noch für Tier. Auch für die Verwendung von Lebensmittelproduktionsbetrieben bestehen keine Einschränkungen seitens der kantonalen Lebensmittelkontrollstellen.

Die Höchstwertüberschreitung beim Chlorothalonil-Metabolit R471811 stellt kein gesundheitliches Risiko dar. Wir konsumieren das Wasser seit über 40 Jahren in dieser Form (Chlorothalonil-haltige Pflanzenschutzmittel sind seit den 1970er-Jahren im Einsatz). Trotzdem ist die Höchstwertgrenze wichtig, damit geeignete Massnahmen auf technischer und politischer Ebene ergriffen werden, um die Belastung mittelfristig zu beheben. Die Höchstwerte für die Chlorothalonil-Metaboliten im Trinkwasser sind als tief angesetzte Vorsorgewerte zu taxieren, nicht als toxikologisch begründete scharfe Maximalwerte.

Seit dem 1. Januar 2020 gilt ein schweizweites Anwendungsverbot für Chlorothalonil-haltige Pflanzenschutzmittel. Die Belastung wird somit allmählich abnehmen.

Damit längerfristig wieder alle Anforderungen an das Trinkwasser eingehalten sind, arbeiten Kantone, Wasserversorger und Fachverbände an Lösungen. Das braucht Zeit. Kostenintensive Investitionen sind fundiert zu prüfen und vorzubereiten.

 

Schutz der Trinkwasserqualität hat oberste Priorität

Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) bestätigt, dass das Trinkwasser in Gränichen weiterhin ohne Einschränkungen konsumiert werden kann. Das an die Kundinnen und Kunden gelieferte Mischwasser wies zu keiner Zeit einen gesundheitsgefährdenden Wert aus.

Die TB Gränichen Wasser AG nimmt die Chlorothalonil-Rückstandsthematik sehr ernst und ist dafür besorgt, das Qualitätsproblem dauerhaft zu beheben.

Alle weiteren Proben ergaben einen einwandfreien Befund. Das Gränicher «Hahnenburger» ist also weiterhin bedenkenlos konsumierbar.

Chlorothalonil

Chlorothalonil ist ein Pestizid-Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er-Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird vor allem im Anbau von Getreide, Gemüse, Wein und Zierpflanzen eingesetzt. In der Vergangenheit wurden in der Schweiz jährlich rund 30 Tonnen Chlorothalonil eingesetzt. Dieser Stoff sickerte durch den Untergrund. Heute können seine Abbauprodukte, sogenannte Metaboliten, auch im Trinkwasser, in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen werden.

Mitte Juni 2019 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitgeteilt, dass Abbauprodukte von Chlorothalonil ab einer grösseren Menge, gesundheitsschädlich sein können. Daraufhin wurde das Gefahrenpotential neu eingeschätzt und eine maximale Konzentration für den Stoff festgelegt, nach welchem zuvor bei periodischen Trinkwasserproben nicht gesucht wurde. Der neu zulässige Höchstwert für Chlorothalonil-Rückstände im Trinkwasser wurde auf 0,1 µg/l (0,1 Millionstel Gramm pro Liter) festgelegt.

Diese Neubeurteilung erfolgte aufgrund neuer toxikologischer Erkenntnisse der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA). Zuvor galten die Abbauprodukte von Chlorothalonil, welche sich bereits seit Jahrzehnten im Trinkwasser befinden, als unproblematisch und wurden deshalb bei Trinkwasseruntersuchungen nicht mit einbezogen.

 

Unbedenkliche Befunde 

Die TB Gränichen Wasser AG ist als Trinkwasserversorger dazu verpflichtet, die Qualität des gelieferten Trinkwassers sicherzustellen. Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) hatte bereits im Mai 2020 Trinkwasser auf Chlorothalonil-Rückstandswerte getestet. Diese Beprobungen ergaben folgende Messergebnisse:

Trinkwasser Tabelle Chlorothalonil

Chlorothalonil-Sulfonsäure R417888 [μg/]
Unter festgelegtem Höchstwert. 

Chlorothalonil-Metabolit R471811 [μg/l]
Höchstwert von 0.1 μg/l (0,1 Millionstel Gramm pro Liter) überschritten.